Christoph 25

Ein Hubschrauber namens "Christoph"

Rettungshubschrauber (RTH) fliegen in den meisten Fällen zu internistischen Notfällen; das hat sich geändert: Früher wurden sie in erster Linie bei Verkehrsunfällen eingesetzt. Der Schutzpatron der Reisenden ist der heilige Christoph (oder auch Christopherus). So kam unser "Christoph" (in Siegen ist es Nr. 25) zu seinem Namen. Der erste ständig einsatzbereite RTH wurde übrigens 1970 in München in Dienst gestellt.

"Unser" Christoph 25

In ganz Deutschland gibt es ein flächendeckendes Netz von über 50 Stationen von Rettungshubschraubern (RTH). Seit 1981 ist der fliegende Retter in Siegen unterwegs: unser Christoph 25. Seinen "Jungfernflug" absolvierte er am 28. Dezember 1981 auf die Station am Diakonie-Klinikum-Jung-Stilling.

Besatzungsmitglieder der Feuerwehr Siegen

Den Christoph 25 besetzen abwechselnd verschiedenen Crews. Neben drei vom ADAC beschäftigten Piloten und 14 Notärzten, die der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Diakonie-Klinikum-Jung-Stilling angehören, stellt auch die Feuerwehr Siegen RTH-Personal: und zwar 9 Luftrettungsassistenten. Sie arbeiten im 24h-Dienst und sind von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf der Hubschrauberstation am Jung-Stilling eingesetzt. Nach Dienstende (Sonnenuntergang) auf der RTH-Station leisten sie Dienst auf der Feuer- und Rettungswache Siegen, wo sie im Brandschutz oder im Rettungsdienst eingesetzt werden. Jede der drei Wachabteilungen der Feuerwehr Siegen stellt drei Rettungsassistenten, die im zweiwöchigen Turnus ihren Dienst auf dem Rettungshubschrauber versehen. Der RTH (Rettungshubschrauber) wird ausschließlich über die Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein alarmiert und disponiert.

Voraussetzungen für den Einsatz auf dem RTH

Bevor ein Rettungsassistent auf dem Rettungshubschrauber eingesetzt wird, muss er eine sogenannte HEMS-TC (trchnical crewmember) Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen haben. HEMS ist eine englische Abkürzung und steht für Helicopter Emergency Medical Service. Die Inhalte dieser Ausbildung sind also speziell auf die Unterstützung des Piloten während des Fluges bei Navigation und Funkverkehr ausgerichtet. Jährlich wird durch den HEMS-Refresher, einen Auffrischkurs, sichergestellt, sodass die Kenntnisse im Gedächtnis und auf dem aktuellen Stand bleiben.

Kein Flugeinsatz nach Sonnenuntergang

Die Maschine kann zwar durch ihre spezielle Ausrüstung auch bei fehlender Sicht sicher navigieren und auf größeren Flughäfen landen. Restlichtverstärker und Wetterradar sind jedoch nicht an Bord, daher wäre eine Primärrettung (direkter Flug zum Notfallort) bei Dunkelheit zu gefährlich, und es werden aus Sicherheits-, aber auch aus Kosten- und organisatorischen Gründen derzeit nur Flüge bis Sonnenuntergang und unter Sichtflugbedingungen durchgeführt.

Gut durchdacht

Durch Besonderheiten in der Konstruktion werden beim Christoph 25 sowohl die Unfallgefahr reduziert als auch eine Lärmminderung erreicht. Das Triebwerk- und Powermanagment wird komplett über drei Farbdisplays in der Mitte des Hauptpanels angezeigt und computergesteuert. Die Triebwerke werden dabei vom Triebwerksstart bis zum Abschalten elektronisch gesteuert und die Leistung während des Fluges vom Computer geregelt. So soll ein Maximum an Leistung bei niedrigem Treibstoffverbrauch und höchster Sicherheit gewährleistet werden.

Noch mehr (technische) Details und Informationen zum Christoph 25 gibt es unter www.christoph25.info